Am 14.11.2023 war ich im Wasserwerk Tegel zu Besuch, um mich über die Situation rund um die PFAS-Kontamination auf dem ehemaligen Flughafen Tegel und die Auswirkungen auf die Brunnengalerie auszutauschen. Zur Bekämpfung von Brandereignissen auf dem Flughafengelände wurden PFAS-haltige Löschschäume verwendet. Mittlerweile lassen sich PFAS-Chemikalien in einzelnen Förderbrunnen des Wasserwerks nachweisen.
Um dem entgegenzuwirken, haben die Berliner Wasserbetriebe die belasteten Brunnen aus dem Förderregime entnommen und eine PFAS-Filteranlage erbaut, die das kontaminierte Wasser aufbereitet, sodass das Wasser gefiltert und die gültigen Grenzwerte eingehalten werden.
Um einen Überblick über die Herausforderungen und den Umgang des Wasserwerks mit den PFAS zu bekommen, war dieser Austausch sehr hilfreich. Klar ist, hier muss mehr geschehen. Die kontaminierten Flächen müssen umfassend saniert werden, damit nicht weiter belastetes Grundwasser in Richtung Brunnengalerie gelangt! Denn selbst bei einer umfassenden Bodensanierung sind die Stoffe noch lange im Boden und die Fahnen werden erst mit der Zeit versiegen. Uns ist auch wichtig, hier über das Verursacher-Prinzip zu sprechen: denn derzeit tragen die Kosten für die PFAS-Filteranlage die Wasserbetriebe.
Begleitet wurde ich von Falco Strasser sowie Melina Götz, die sich beide in der Klima AG von Bündnis90/Die Grünen engagieren.
Wer sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen möchte kann sich auch die Anfragen angucken, die ich hierzu gestellt habe:
- „PFAS Beseitigung in Tegel – Die Bodenreinigung darf nicht weiter verzögert werden“ (09.04.2024)
- „PFAS in Berlin – Umgang, Herausforderungen und Kosten“ (14.01.2025)
